Die Oberfräse

Die sogenannte Oberfräse hat Ihren Namen in der Handhabung, sodass die Säge von oben an das Werkstück angesetzt wird, dabei ist es ein elektrisch betriebenes Gerät, welches vor allem für Holz seinen Einsatz findet, kann aber auch für andere Werkstoffe verwendet werden.

Der Aufbau der Oberfräse

So oder so ähnlich sieht ein Fräskopf aus

Wie schon oben beschrieben besteht eine Oberfräse in den meisten Fällen aus einem Elektromotor, welcher kein Getriebe vorzuweisen hat. Die Drehzahl eines solchen Gerätes kann dabei ganz unterschiedlich ausfallen, liegt aber im Regelfall bei ca. 10.000 – 30.000 Umdrehungen in der Minute. Alle weiteren Merkmale gibt es im Überblick:

  • Eine Spannzange, die der Einspannung von Fräsewerkzeugen dient
  • Fräsekorb, welcher zweisäulengeführt ist
  • Führungssäulen
  • Grundplatte (Kann mit einer Kunststoffgleitfläche oder Gleitbelag beschichtet werden)

Zusätzlich zu den verschiedenen Merkmalen gibt es auch unterschiedliche Griffe, die einem erlauben unter bestimmten Grundlagen zu arbeiten. So gibt es den sogenannten Doppelknauf, der als Grundform oder auch als klassische Variante betitelt wird, dieser beinhaltet zwei runde Griffe, die für eine beidhändige Anwendung gedacht sind. Als Alternative gibt es den sogenannten Pistolengriff, der einhändig zu bedienen ist. Die letzte Variante wird als sogenannte Doppelgriffvariante bezeichnet, die den Händen ergonomisch angeglichen ist. Dabei werden für diese Form beide Hände benutzt.

Heutzutage gibt es auch die sogenannte CNC Fräse, die stationär zu bedienen ist und damit keinerlei Griffe besitzt. Sie wird häufig in Bearbeitungszentren genutzt.

Einsatzzwecke und Einsatzorte

Die Oberfräse hat vielfältige Einsatzgebiete und Möglichkeiten. So kann man die Geräte vor allem zum Nuten Einfräsen, Profilieren, Fasen, Schablonenfräsen und freihändigen Fräsen verwenden. Wer sich im freihändigen Fräsen üben will, der muss das Gerät von Oben auf das jeweilige Werksstück setzen und im Anschluss mit eigener Kraft die Fräse über die Fläche ziehen.

Häufig werden Oberfräsen für den Heimwerkerbedarf gekauft, die oft eine Leistung des Motors von 450 Watt vorzuweisen haben. Wer es gerne etwas professioneller haben möchte, der sollte Fräsen mit einer Leistung von 1000 – 1200 Watt kaufen, diese sind schon deutlich leistungsstärker. Noch bessere Fräsen haben eine Leistung von 1300 – 2600 Watt und gehören damit zur Oberliga.

Unterschiedliche Fräsköpfe

Was den Anwendungsbereich der jeweiligen Fräsen anbelangt, so werden die kleinen Modelle mit geringerer Leistung für Schablonen-Fräsen oder Freihandfräsen genutzt, da diese einfach handlicher sind und damit besser zu bedienen. Für größere Anwendungszwecke wie z.B. das Fräsen von Hartholz werden die deutlich stärkeren Geräte verwendet, da die Langlebigkeit in diesen Bereichen zu der Leistung ein wichtiger Faktor ist. Wer sich aber heutzutage eine solche Maschine zulegt, hat oftmals den Vorteil, dass die Maschinen die Möglichkeit der elektrischen Drehzahlverstellung beinhalten. Somit kann die Schnittgeschwindigkeit stets angepasst werden und somit für jeden Zweck genutzt werden.

Die unterschiedlichen Fräsetypen im Detail

Da jede Art der Werksstoffverarbeitung gewisse Dinge voraussetzt, gibt es unterschiedliche Fräsetypen, die speziell entwickelt wurden, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Die Grat oder Zinkenfräse

Mit dem Gratfräser werden sogenannten trapezgleiche Aussparungen erzeugt, welche für die Schwalbenschwanz Verbindungen Verwendung finden.

Falzfräser

Die sogenannten Falzfräsen finden Ihre Anwendung in der Fräsung von rechteckigen Aussparungen, die sich an Kanten befinden, diese werden auch als Falze betitelt.

Nutfräse

Hiermit werden Aussparungen und Nuten erstellt. Wobei es unterschiedliche Arten von Nutfräsen gibt. Die Standartnutfräse und die Spiralnutfräse, die bekannt für Ihre guten Ergebnisse ist.

Abrundfräser

Diese Fräsen finden Ihren Einsatz bei der Abrundung von Kanten

Hohlkehlfräse

Mit dieser Fräse erzeugen Sie Nuten mit einem halbkreisförmigen Querschnitt oder sogenannte Hohlkehlen an Kanten.

Bündigfräser

Diese Fräsesorte wird vor allem für das Anpassen von überstehenden oder verleimten Materialien verwendet.